| „Mein Gegenstand ist die Malerei.”
„ … Abstrakte Malerei? Ich weiß nicht
genau, was „Abstraktion“ in unserer Zeit bedeutet. „ … Gemälde sind wie Ausschnitte eines Vorganges.
Nicht in dem Sinne, daß die Zeit wie in einem Foto mit kleinster
Belichtungszeit eingefroren wurde. „ Das Bild liegt auf der Lauer.” „ … Tatsächlich thematisiere ich in Bildern auch den nicht greifbaren, zeitlichen Raum, den Zwischenraum zwischen Auflösung und Formung von Wirklichkeiten. Es handelt sich jedoch nicht unbedingt um eine Kunst, die vom Gegenstand losgelöst ist; eher ist es vielleicht die Beobachtung einer Loslösung.“ „ … ist es genau dieser Zeitpunkt, der das Bild in der Schwebe hält, Spannung erzeugt. Der Ausgang des Geschehnisses ist offen – paradox, weil er ins Vergangene und ins Zukünftige gehen kann.” „ … Bildtitel entstehen unabhängig von den Arbeiten. Poetisches, Wortspiele, Gedanken – niedergeschrieben in Kladden, auf Zetteln. In der Ausstellung wachsen Bilder und Titel zusammen. Manchmal inspiriert ein Bild zu einem bestimmten Titel, der dann später für ein ganz anderes Bild stehen kann. Beide Ebenen existieren unabhängig voneinander.” „ … Zwei Gedanken berühren sich im Raum und verschmelzen für eine winzige Ewigkeit.” „ … Bilder ausstellen heißt für mich, Bilder zu installieren im Raum und mit dem Raum. Gemälde und Zeichnungen sind energetisch geladene Objekte, die ihre Kraft in den Raum abgeben. Es entstehen Bezüge, Verweise, Verbindungen – ein imaginäres Netzwerk.” „ … Raum. Kein Leerraum. Bildraum. Angefüllt mit den Erfahrungen und Gedanken des Betrachters.” „ … denn: nur der Gegenstand ist der Gegenstand. Jegliche Form, den Gegenstand zu beschreiben, sei es im Roman, in einer physikalischen oder mathematischen Formel, in einem Musikstück oder sei es in einem Gemälde, ist eine andere Realität, also eine abstrakte Form, Abstraktion.” „ … und tauche in
das mit Farbe gefüllte Rechteck ein. „ … Virtuelle Welten, mediale Wirklichkeiten haben den Sinn
des gemalten Bildes verändert. Die Pole virtuelle Wirklichkeit und
gemalte Wirklichkeit stehen in einem komplementären, sich ergänzenden
Verhältnis zueinander. Begriffe wie Körper, Materie und Individuum,
Einzigartigkeit werden neu thematisiert und erhalten einen neuen Sinn
– durch das gemalte Bild.” |
